MC-Pyrotechnik

Wie wird man Pyrotechniker?


Das ist ein langer Weg:
Zunächst muss man min. 21 Jahre, körperlich geeignet und zuverlässig sein sowie eine Feuerwerks-Firma dafür „begeistern“, bereit zu sein, einen „Neuen“ auszubilden. Das ist eine der schwierigsten Hürden: Denn die zusätzlich zu übernehmende Verantwortung ist nicht ohne und sich durch die Ausbildung womöglich auch noch Konkurrenz „ins Land holen“… .


Konnte man jedoch eine Firma von sich überzeugen, müssen min. 26 Großfeuerwerke mit auf- und abgebaut werden. Für jedes dieser Feuerwerke erhält man einen „Stempel“. Das Ganze ist sehr zeitintensiv, erfordert körperliche Fitness und darüber hinaus technisches Verständnis wie auch handwerkliches Geschick.


Die meisten Feuerwerke finden an Wochenenden und an verschiedensten Orten z.B. Flensburg, Bremen oder Berlin statt. Es ist eine anspruchsvolle Ausbildung und auch ganz ohne Zahlung einer Ausbildungsvergütung. - Im Gegenteil: Man bringt eher Geld und Zeit mit. Die Kosten für Sicherheitskleidung, Fahrten und ggf. Übernachtungen sind selbst zu tragen.


Wenn dann die 26 Feuerwerke geschafft sind - bei mir hat es fast 2 Jahre gedauert – kann erst ein Lehrgang mit abschließender Prüfung bei einer staatlich anerkannten Lehranstalt absolviert werden. Das heißt: Das Sprengstoffgesetz mit seinen Verordnungen, Beförderungen und Umgang von Pyrotechnischen Artikeln und natürlich Fachkunde sollten dann sitzen. Es erfolgt eine schriftliche und praktische wie auch eventuell eine mündliche Prüfung. Zur Anmeldung ist zusätzlich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung im Sinne des SprengstoffG unerlässlich.


Nach erfolgreicher Prüfung erhält man ein Zeugnis und kann erst dann den Befähigungsschein nach § 20 des SprengstoffG beantragen. Und auch erst jetzt darf man Feuerwerke als verantwortlicher Pyrotechniker abbrennen.


Es war nicht immer schön … - aber, ich würde es  immer wieder machen!

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